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Wohnen am Klaustor in Waltershausen

Beschränkter zweistufiger Realisierungswettbewerb zum Neubau eines Wohnhauses am Klaustor in Waltershausen

Die beengte städtebauliche Situation am Klaustor wird durch den Abriss der beiden Bestandsgebäude aufgeweitet. Durch den Rücksprung des Neubaus auf die Gebäudeachse der Südseite ist es möglich die Stadtmauer, das Klaustor und den Neubau zu einem dominanten städtebaulichen Ensemble aufzuwerten. Der Eingang in das Klaustor ist als Stadtmöbel konzipiert und wird als offenes Aussichtselement auf dem Platz integriert. Für das Klaustor wird eine öffentliche Nutzung als Aussichtturm und stadtgeschichtliches Museum vorgeschlagen. Prägendes Material auf dem Boden ist ein heller Naturstein der sich an dem abgesetzten Bestandsgranit orientiert und diesen fortschreibt. Der Platz durchfließt Galerie und Ladenbereich des Neubaus und stellt die Verbindung zum Schulplatz her. Der Neubau setzt die bestehende Stadtmauer als gefaltetes Band fort, die leicht lesbare Form harmoniert mit dem wohlproportionierten Denkmal im Wechselspiel. Die markante aber schlichte Bauform entwickelt sich aus der inneren Funktion und dem Wunsch, den wichtigsten Blickrichtungen jeweils unterschiedliche aber immer interessante Perspektiven zu bieten, die Stadtmauer im Haus erlebbar zu machen und als Wohnhaus in der Stadt höchste Wohnqualität zu bieten.

Platzierung: 2. Rundgang
Projektart: Neubau + Umbau
Entwurf: 2/2014